Heue morgen erschien ein erster Artikel über den Beschluss des deutschen Bundestages Internetsperren einzuführen, auf der Website der “Presse”. Bei dem völlig unkritischen Text, der mehr einer Presseaussendung der zum Symbol gewordenen deutschen Ministerin “Zensursula” von der Leyen ähnelt, als einem Artikel einer Qualitätszeitung, dürfte es sich um eine Agenturmeldung handelt, das lässt zumindest der Vermerk “(Ag. )” am Ende des Textes vermuten.

Ganz anders der zu Mittag veröffentlichte Artikel “Deutsche Kinderporno-Sperren: Viel Lärm um wenig Wirksamkeit” von Daniel Breuss. Dieser verlinkt zwar auf den ersten Artikel, aber das war es dann auch schon, mit der Pro-Position. Es wird dem AK Zensur viel Platz gewährt, es wird ohne “Nebelgranaten” auf berechtigte Zweifel hinsichtlich irgendeiner Wirksamkeit hingewiesen, die Vorzüge und die Realisierbarkeit von “Löschen statt Sperren” werden ebenso besprochen, wie die kommende Bundestagswahl als Motiv für schnellen, billigen Populismus.

Sogar Harald Gremel vom österreichischen BKA, der Internetsperren absurder weise für wirksam hält und sich für diese ausspricht, wird nur so zitiert, als gäbe es im BKA kein Interesse daran. Bis auf letzteres ist der Artikel eigentlich ein guter Beitrag zur Volksbildung, nur Zitate muss man nicht so verkürzen, dass sie die gegenteilige Meinung des Urhebers unterstützen…