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internetsperren.at macht dicht

Die Seite Internetsperren.at wird von mir nicht weiter betrieben. Es mangelt an einem funktionierenden Konzept, an Interesse und mir persönlich an Zeit und Energie. Es war durchaus interessant diese Seite zu betreiben. Ich werde dem Thema selbstverständlich verbunden bleiben, eben auf meinem Blog.

Was aber wichtiger ist – Danke! an alle die mir geholfen, die mitgearbeitet und etwas beigetragen haben. Die die Seite beworben und verlinkt haben. Ganz besonderer Dank geht an die Leute die mitgeschrieben oder Ideen und Ratschläge eingebracht und mit mir ausgetauscht haben, insbesondere Gerald Bäck, Mathias Baumgart, Marc, Marco und Thomas Lohninger. Eine besondere Erwähnung und großen Dank hat sich ganz sicher auch Wieland verdient, der sich (auf Vermittlung von Thomas) bereit erklärt hat, das Logo von Internetsperren.at zu gestalten.

Wie lange die Seite noch online ist, kann ich nicht sagen. Ich werde sie nicht mehr warten, und offline nehmen, bevor sie ein Sicherheitsrisiko für den ganzen Server wird.

Wer eine coole Verwendung für die Domain hätte, kann mich gern unter thomas (at) internetsperren.at kontaktieren. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn jemand die ganze Seite übernehmen und weiterführen will (inkl. Twitter-Account).

Neues Logo, neue Banner!

Das die von mir mangels Kompetenz notdürftig gebastelten Banner nicht sooo toll waren, dürfte allen aufgefallen sein. Umso mehr freut es mich, dass die Zeit der amateurhaften Optik vorbei ist. Thomas stellte den Kontakt zu Wieland her, von dem ua auch das Logo von ZARA stammt. Er erklärte sich freundlicherweise bereit für Interentsperren.at ein Logo zu erstellen. Und ich muss sagen, das Ergebnis gefällt mir. Auch dass er das Logo in einen sehr netten Banner verpackt hat, sei ihm gedankt. Sogar ein hübsches Favicon hat er gemacht. Wieland, Danke!

Ein Update gibt es auch für die “Werbematerialien” – auch hier hat Wieland schönes Material beigesteuert. Also, die Optik kann jetzt kein Grund mehr sein, nicht hierher zu verlinken ;)

Internetzugang ist ein Menschenrecht

In der Freude um die Zurückweisung des französischen Internetsperr-Gesetztes HADOPI durch die obersten Verfassungshüter (und der Aufregung darum, dass das der Regierung von Nicolas Sarkozy relativ egal ist) ist, zumindest für mich, die Begründung und ihre Bedeutung etwas untergegangen.

Neben dem Hinweis dass HADOPI die Unschuldsvermutung untergräbt, begründet der französische Verfassungsrat sein Urteil nämlich damit, dass die der Kommunikationsfreiheit, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgelegt ist, widerspricht. Diese grundlegende Freiheit umfasst heute auch die Nutzung des Internet.

Das ist ein bemerkenswertes Urteil, und langsam scheint sich diese Sichtweise zumindest zu etablieren. ReadWriteWeb berichtet von einer (mutigen) Prognose von Corey Doctorow:

Here’s a prediction: in five years, a UN convention will enshrine network access as a human right (preemptive strike against naysayers: “Human rights” aren’t only water, food and shelter, they include such “nonessentials” as free speech, education, and privacy). In ten years, we won’t understand how anyone thought it wasn’t a human right.

Der Europarat nahm den Internetzugang erst Ende Mai in Namen von Meinungs- und Informationsfreiheit vor unverhältnismäßigen Maßnahmen im “Kampf gegen den Terrorismus in Schutz, als man sich traf, um überhaupt eine Linie in den Fragen “neuer Medien” zu finden.

Tags: Europarat, HADOPI, Menschenrechte

Demnächst geht es los…

Die Seite befindet sich noch im Aufbau. Besuchen Sie inzwischen die Facebook-Gruppe “Gegen Internetsperren in Österreich“, die nicht von mir ist, die ich aber sehr gut finde. Weitere Informationen folgen bald.