Da sich niemand gemeldet hat um die Seite zu übernehmen oder etwas damit zu machen, habe ich die Domain internetsperren.at zum 17.10.2010 gekündigt. Solange wird die Seite noch erreichbar sein.
Domain gekündigt
Aug 19
Das Alleingänge nichts bringen, sondern nur ein koordiniertes Vorgehen in Europa, gilt für die Finanztransaktionssteuer, aber nicht für Internetsperren. Zumindest laut Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die heute im Ö1-Mittagsjournal erneut betonte, dass sie Netzsperren positiv gegenübersteht. Dabei sind ihr die technischen Lücken durchaus bekannt, aber sie bewegt ihre Argumentation lieber in Richtung der Linie “Leute die Sperren umgehen können, sind sowieso suspekt”. Das und mehr berichtet gulli.com
SPÖ (in Person von Justizsprecher Johannes Jarolim) und ÖVP (in Person von Justizsprecher Heribert Donnerbauer) haben sich heute im EU-Unterausschuss des Nationalrats für Internet-Sperren gegen Kinderpornos ausgesprochen. Sie folgen damit dem Richtlinienentwurf von EU-Justizkommissarin Cecilia “Censilia” Malmström. Der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser sprach sich erneut gegen Internetsperren aus. Das berichtet die futurezone.
Trotz der bekannten Schwächen und Gefahren, die Jarolim sogar einsieht, scheint das Projekt mit Österreichischer Unterstützung in der EU auf Schiene zu sein. Spannend wir sein, was in Deutschland passiert, die ja beim EU-Entwurf mitgehen müssten, wo aber letztlich eine starke Protestbewegung den Anlauf der damaligen Regierung aus CDU/CSU und SPD so vehement bekämpft hat, dass die neue Regierung das Gesetz nicht anwendet.
Die Seite Internetsperren.at wird von mir nicht weiter betrieben. Es mangelt an einem funktionierenden Konzept, an Interesse und mir persönlich an Zeit und Energie. Es war durchaus interessant diese Seite zu betreiben. Ich werde dem Thema selbstverständlich verbunden bleiben, eben auf meinem Blog.
Was aber wichtiger ist – Danke! an alle die mir geholfen, die mitgearbeitet und etwas beigetragen haben. Die die Seite beworben und verlinkt haben. Ganz besonderer Dank geht an die Leute die mitgeschrieben oder Ideen und Ratschläge eingebracht und mit mir ausgetauscht haben, insbesondere Gerald Bäck, Mathias Baumgart, Marc, Marco und Thomas Lohninger. Eine besondere Erwähnung und großen Dank hat sich ganz sicher auch Wieland verdient, der sich (auf Vermittlung von Thomas) bereit erklärt hat, das Logo von Internetsperren.at zu gestalten.
Wie lange die Seite noch online ist, kann ich nicht sagen. Ich werde sie nicht mehr warten, und offline nehmen, bevor sie ein Sicherheitsrisiko für den ganzen Server wird.
Wer eine coole Verwendung für die Domain hätte, kann mich gern unter thomas (at) internetsperren.at kontaktieren. Gleiches gilt selbstverständlich, wenn jemand die ganze Seite übernehmen und weiterführen will (inkl. Twitter-Account).
Das australische Telekommunikationsministeriums hat eine Stellungnahme veröffentlicht, dass die ursprünglich noch in dieser (noch bis Anfang nächsten Jahres dauernden) Amtsperiode geplanten Netzsperren, nun vorerst nicht kommen werden. Diese soll(t)en weit über Kinderpornographie hinausgehen, und auch Obszönität oder Gewaltverherrlichung sperren können. winfuture berichtet.



